Was ist Triggerpunkttherapie und myofasziale Behandlung?

Triggerpunkte sind punktförmige Verhärtungen im Muskel, in denen die Durchblutung stark beeinträchtigt ist. Damit einhergehend sind manchmal Verklebungen oder Bewegungseinschränkungen der Muskel umgebenden Hülle (Faszie). Die Folge davon sind sehr oft ausstrahlenden Schmerzen in die umgebende Region oder einen angrenzenden Körperteil. Deshalb werden diese auch gerne mit ausstrahlenden Beschwerden anderer Ursache verwechselt (zum Beispiel "Ischias", Migräne, Zahnschmerzen).

Trotzdem ist es aber im Falle von ausstrahlenden Schmerzen vorerst immer sehr wichtig, mit genauen Untersuchungen durch den Arzt andere gravierende Ursachen für ausstrahlende Schmerzen auszuschließen (Bandscheibenvorfall, Nervenirritation, und ähnliches). Gezielte Tests in der Untersuchung des Physiotherapeuten (Funktions- und Provokationstests der verschiedenen Gewebestrukturen) eruieren genau das Problem bereitende Gewebe.

Die Behandlung von Triggerpunkten erfolgt durch lokale Reizung ähnlich einer Akupressur. Dadurch wird reflexartig die Durchblutung des Punktes deutlich verbessert. Kombiniert wird dies durch Techniken ähnlich einer Massage und Dehnungen des Muskelbauches und der Faszie.

Ziel einer Triggerpunkttherapie und einer myofaszialen Behandlung ist primär eine deutliche Schmerzreduktion. Aber auch die Beweglichkeit eines eingeschränkten Gelenkes und die Funktion des betroffenen Muskels verbessern sich meist durch die Behandlung sehr rasch und deutlich.

Im Anschluss an eine Triggerpunktbehandlung folgt meist eine Wärme-/ Elektro- oder Ultraschallbehandlung zur Verbesserung des Therapieeffektes. Auch ein gezieltes und wohl dosiertes Krafttraining des betroffenen Muskels verbessert lokal die Durchblutung und wirkt dadurch unterstützend.

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